Walk & talk

Walk and talkNeuere Forschungsergebnisse zeigen, dass der Wald eine bisher vollkommen unterschätzte therapeutische Wirkung hat. Nicht nur Tiere, sondern auch Pflanzen kommunizieren – zum einen beispielsweise über ihre Wurzeln untereinander, zum anderen aber auch mit uns. Als Sprache verwenden sie dabei Duftstoffe, chemische Botenstoffe und elektrische Signale. Die Kommunikation der Pflanzen ist so stark vernetzt, dass Forscher heute vom „Wood Wide Web“ sprechen.

Man könnte meinen, dass wir diese chemische Sprache der Pflanzen nicht verstehen können, aber dem ist nicht so! Wir verstehen sie bereits – zumindest unser Körper versteht sie, instinktiv und auf vielen verschiedenen Ebenen. Das menschliche Immunsystem etwa reagiert auf die Duftstoffe, besonders die sogenannten Terpene, fast so wie andere Pflanzen es tun. In unserem Körper führt das dazu, dass die Killerzellen sich um bis zu 70% vermehren. Killerzellen haben die Aufgabe Viren zu töten und auch potentielle Krebszellen und Tumore zu zerstören. Sprich unser Immunsystem wird enorm gestärkt und wir sind besser vor Krankheiten geschützt, wenn wir uns im Wald aufhalten. In Japan gibt es sogar einen eigenen Forschungszweig „Waldmedizin“ und den Begriff Shinrin-yoku, das bedeutet soviel wie „Waldbaden“.

„Waldluft ist ein Heiltrunk zum Einatmen“, schreibt Clemens G. Arvay in seinem Buch „Der Biophilia-Effekt“, das erstaunliches Wissen und Übungen zur Interaktion von Mensch und Wald zusammenträgt. „Pflanzen kommunizieren direkt mit unserem Immunsystem und unserem Unbewussten, ohne dass wir sie auch nur berühren müssten, geschweige denn schlucken. Diese faszinierende Interaktion zwischen Mensch und Pflanze, welche die Wissenschaft erst allmählich zu verstehen beginnt, ist von großer Bedeutung für Medizin und Psychotherapie. Sie hält uns körperlich sowie psychisch gesund und beugt Krankheiten vor. In Zukunft muss die Begegnung mit Pflanzen eine wichtige Rolle bei der Behandlung von körperlichen Erkrankungen und psychischen Störungen spielen. Es darf keine Klinik ohne Garten oder Zugang zu Wiesen und Wäldern mehr geben, keine Siedlung ohne Naturflächen und keine Stadt ohne Wildnis,“ so seine Forderung.

Allein die Anwesenheit im Wald lindert Schmerzen, senkt den Blutzuckerspiegel bei Diabetes-Patienten, lässt Wunden schneller heilen, senkt den Stress durch Beeinflussung der Hormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin, senkt den Blutdruck und hat viele weitere positive Effekte. Gemessen daran, dass diese Zusammenhänge bisher kaum erforscht sind, können wir davon ausgehen, dass die Forschung hier bisher nur an der Oberfläche kratzt und wir in den nächsten Jahren einige interessante Erkenntnisse zu erwarten haben. Doch bereits heute wissen wir, dass unser Hormonhaushalt, unser Immunsystem, unsere Psyche und unser Gehirn- und Nervensystem auf positive Weise beeinflusst werden und dass diese Effekte auch therapeutisch eingesetzt werden können.

Die positive Reaktion des menschlichen Körpers auf die Natur erfolgt instinktiv und auf einer sehr tiefen Ebene. Natur kann eine Medizin sein, die wir dringender benötigen, als jemals zuvor! Ich nutze all dieses Effekte, indem ich meine Coachings und Beratungen auch in der Natur anbiete. Am intensivsten sind die Effekte nach meiner Erfahrung beim Laufen, denn damit wird nicht nur der Körper, sondern auch der Geist in Bewegung gesetzt, und es tun sich vollkommen neue Wege und ungeahnte Möglichkeiten auf, die genutzt werden können. Wir fördern also die Gesundheit und die Problemkösekompetenz gleichzeitig und auf mehreren Ebenen.

Wenn Du mehr über mein Walk-and-talk-Angebot wissen möchtest, kontaktiere mich bitte!